weltwärts-Begriffe und Bedeutungen
Hier werden Eure Kenntnisse, Erfahrungen, Einsichten, Ideen, Gefühle, Erinnerungen etc. gesammelt und diskutiert. Ein Online-Verzeichnis all der Begriffe, die beim weltwärts-Perspektivenwechsel in den Vordergrund rückten oder überhaupt erfahren wurden wie z.B. Heimweh, Entwicklung, Familie, Zukunft, Armut, Wasser, Liebe, Menschenrechte etc.
ankommen - Das ganze Jahr über bin ich jeden Tag ein bisschen mehr in Ruanda angekommen, anfangs in großen Schritten, doch auch später, als ich mich eigentlich schon recht heimisch gefühlt habe, kam jeden Tag noch was dazu. Franziska Knauer, DRK LV Rheinland-Pfalz
Anpassung - Während des Jahres musste ich mich zuerst aktiv in der Familie und im Betrieb anpassen und am Ende habe ich bemerkt, dass ich mir einige Sachen z.B. argentinische Sitten (Begrüßung etc.) unbemerkt während des Jahres angewöhnt hatte. Christian Kuntz, Experiment e.V.
Anstrengung - Die Tage waren teilweise echt anstrengend. Sowohl körperlich (Hitze, Arbeit) als auch mental. Anna-Luisa Schmitz, ded
Arbeit in der Grundschule - Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich mit den Kindern zu beschäftigen. Auch wenn es manchmal schwer war, konnte ich viele tolle Fortschritte entdecken, wodurch mir die Arbeit noch mehr Freude gemacht hat. Wienke Thömen, ELM
Arm / Reich - Täglich habe ich den Kontrast in Kapstadt zwischen Arm und Reich direkt miterlebt. Timo Hertlein, ELM
Art & Craft - Damit verbinde ich: traditionelles Handwerk, Farben und Formen. Katharina Bodden, ELM
aushalten - Auch wenn es einfach nicht läuft – Zähne zusammenbeißen und durch! Jana Neef, lkj
Blauer Himmel - Fast jeden Morgen hat mich der strahlend blaue Himmel Südafrikas begrüßt. Alexander Röder, ELM
community - Das Gemeinschaftsdenken ist in vielen Ländern viel ausgeprägter als in Deutschland. Der Einsatz für die „community“ ist sehr wichtig und wird oft erwartet. Marlene Reinsch, ELM
Diskriminierung - Im Laufe des Jahres habe ich mich viel mit Unterdrückung auseinandergesetzt: wie Männer Frauen unterdrücken, wie people of colour, Kinder, Homosexuelle oder andere Gruppen diskriminiert werden. Auch mein eigenes Verständnis der Welt hat sich radikal geändert und ich versuche meine Ansichten kritisch zu reflektieren, insbesondere hinsichtlich rassistischer und ethnozentrischer Einstellungen. Lars Thoma, Experiment e.V.
Ehrlichkeit - Konfrontiert mit so viel Neuem, musste ich plötzlich sehr ehrlich zu anderen und zu mir selbst sein. Ruth Gonschorrek, DRK KV Münster
Ehrlichkeit - Ehrlichkeit ist der zentrale Begriff meines Freiwilligendienstes, da ohne sie nichts funktioniert, denn wenn es etwas gab, das störte und die Arbeit, das gesamte Leben stark belastete, waren es Gerüchte oder lückenhafte Kommunikation. Ehrlichkeit konsequent und ohne Scheu, steigert Leben in Qualität und Freude, weltwärts weit. Simon Rodrigo Stursberg, Experiment e.V.
Ereignislosigkeit - In der Freizeit gab es nicht viel zu tun. Die Hauptbeschäftigung war Teetrinken… Jakob Dürrwächter, ded
Erfahrungen - Man hat sehr viel Neues erfahren. Ob gut oder schlecht in jedem Fall anders und erst mal gewöhnungsbedürftig. Annika Waymann, DRK KV Münster
Familie - … denn einfach jeder gehörte dazu. Lena Thobaben, ELM
Freizeit - Hatte ich reichlich, was schade war, weil ich gern mehr gearbeitet hätte. Was mir aber auch die Möglichkeit gab, viel rumzukommen. Rebekka Nieber, ded
Freude - … bei der Arbeit mit meinen Kindern. Lisa Moser, ded
Freundschaft - Weil ich viele neue Freunde gefunden habe… Georg Gross, ded
Freundschaft - Es war besonders für mich eine sehr gute Freundschaft zu meiner Gastschwester zu haben. Sie hat mir das Einleben leicht gemacht und Missverständnisse aufgeklärt. Ann-Kathrin Wenk, ELM
Freundschaften - Haben mein Jahr zu etwas Besonderem gemacht. Andrea Fischer, ELM
Fußball-WM Südafrika - Ein unvergessliches Ereignis im „eigenen Land". Hauke Willems, ELM
Geborgenheit - Weil ich in meinen ugandischen Freunden eine zweite Familie gefunden habe und eine zweite Heimat. Rafaela Pfeifer, DRK LV Nordrhein
Geduld - Warten auf Antworten / Warten auf Genehmigungen / Warten auf Freunde / Warten auf Busse – all dies erfordert viel Geduld. Christin Scharff, Experiment e.V.
Gefühle - In Argentinien werden Gefühle anders und stärker ausgedrückt. Luisa Heise ELM
gewachsen - Ich bin an den Herausforderungen und durch die Erfahrungen gewachsen. Martje Pauly, DRK KV Münster
Heimat - Wer bin ich? Woher komme ich und wohin gehöre ich? Aylin-Sophie Hasenbein, lkj
Hinter Gittern - Ein Jahr lang habe ich hinter vergitterten Fenstern gewohnt und musste bis zu acht Schlösser aufschließen, um in mein Zimmer zu kommen. Alexander Röder, ELM
Home - Thailand wurde für mich ein zweites Zuhause. Malte Wolf, DRK LV Rheinland-Pfalz
Homeboiz - Wie aus Fremden Freunde werden. Raphael Schanz, ELM
How are you? - Eine Frage der Höflichkeit. Die Antwort ist meistens sogar egal. Aber für Südafrika die beste Antwort ist: Sharp! Marlene Reinsch, ELM
Im Mittelpunkt - Als einer von vier „Westlern“ in der Provinz wurde man ständig beobachtet und angesprochen. Jakob Dürrwächter, ded
interessant - Jeden Tag dachte ich mir dieses Wort mindestens ein Mal! Lisa Moser, ded
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Kinderlachen - Lachende Kinder, die mich jeden Tag begrüßten. Esther Figge, ELM
Klingel - Die Klingel steht symbolisch für meine Arbeit im Obdachlosenheim, für die Menschen und das Unvorhersehbare. Torben Hofrath, Experiment e.V.
Ko si wahalla (= kein Problem, in Yoruba) - „Ko si wahalla“ heißt so viel wie „kein Problem“ oder „kein Grund zur Aufregung“ in Yoruba, der Sprache, die in Westnigeria gesprochen wird. Das wird immer und in jeder Situation gesagt: egal ob man Heimweh hat, im Stau steht oder zu spät kommt. Ist halt alles kein Thema und drückt, für mich, auch die Lebenseinstellung und das Lebensgefühl der Nigerianer aus. Juliana Gorgulla, Experiment e.V.
Lachen - Das Lachen der Kinder hat mich in meiner Arbeit im Projekt immer wieder bestärkt, bestätigt und motiviert. Annika Mehrkens ELM
Lebenshunger - Ich habe in mir den natürlichen Drang zum Sammeln von Lebenserfahrungen im Rahmen von Zwanglosigkeit, Momentleben, Naturverbundenheit, Hoffnung und Liebe freigesetzt. Fabian Griesche - lkj
Lernen - Eine fremde Kultur erleben und erfahren. Raphael Schanz - ELM
Loslassen - Ich habe gelernt loszulassen… Lebenseinstellungen / Erwartungen (an die Zukunft) / Vorurteile / Gewohnheiten. Elke Abersfelder, lkj
Märkte - Über die afrikanischen Märkte zu schlendern war eines meiner Hobbies in Südafrika und ich habe es geliebt. Carlotta Ludolpf, ELM
Mate - Das nationale Getränk Argentiniens. Für mich ein Symbol für Gemeinschaft, Zusammensein, Austausch und Freundschaft. Marike Deitschun, ELM
Micro - „Micro“ ist die lateinamerikanische Bezeichnung für „Linienbus“ im Stadtverkehr. Im Verlauf meines Projektes und auch in meiner Freizeit war ich tagtäglich mindestens eine Stunde in diesen Micros unterwegs. Während der Fahrten hat man die unterschiedlichsten Menschen, Stadtteile, Fahrpläne, Musikrichtungen und Busdesigns (als Teil der chilenischen Kultur) kennengelernt. Myriel Frische, Experiment e.V.
Millie - (= Mais) Grundnahrung in Südafrika, ob als Kolben oder Pap. Eike Neininger, ELM
Musik - In meinem Freiwilligen-Jahr hat mich überall Musik begleitet. Viele Lieder erinnern mich an das vergangene Jahr und an bestimmte Situationen. Carlotta Ludolpf, ELM
no te preocupes - (= Mach dir keine Sorgen.) Dieser Satz hat mich konstant durch mein Jahr in Ecuador begleitet und mir die entspannte Lebensart näher gebracht. Maja Bächle, Experiment e.V.
Ohne Dach - Ich habe in einem Obdachlosenprojekt gearbeitet und die Männer haben mir gezeigt, wie man ohne Dach über dem Kopf wohnt. Alexander Röder, ELM
Palta - Die chilenische Nationalfrucht (Avokado) gehört zur täglichen Ernährung im Andenstaat. Jan-Hendrik Heuer, ELM
prägend - Meine Zeit in Uganda war sehr prägend (meist positiv) und hat mich in meiner Wahl eines passenden Studiums beeinflusst bzw. bestätigt. Elana Kampmeyer, DRK KV Münster
quedate tranquilo - (= bleib doch ruhig) Diese beiden Wörter waren zwei der beliebtesten Wörter in Argentinien, da die Menschen sich dort in keiner Situation Stress machen. Es ist aber gewöhnungsbedürftig. Hendrik Rupertus, Experiment e.V.
Rassismus - Ich wurde in meinem Jahr oft mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert, auch innerhalb der „fremden“ Gemeinschaft. Ich war überrascht, wie sehr das europäische Bild auch im Ausland geprägt war. Marike Deitschun, ELM
Selbst`bewusst´sein - Welche Wirkung ich auf andere habe, aber auch mehr Selbstvertrauen. Nadine Männel, DRK LV Rheinland-Pfalz
Sicherheit - Erstmals habe ich für mich erkannt, dass das Gegenteil von Sicherheit Freiheit ist und auch erstmals bewusst für Sicherheit ein Stück meiner Freiheit aufgegeben. Christin Ruck, DRK LV Rheinland-Pfalz
Sonderwurst - Alle saßen auf dem Boden, mir wurde ein Stuhl hingestellt. Wir bekamen schon die zweite Tasse Kaffee, obwohl andere noch gar keinen hatten. Bei offiziellen Veranstaltungen wurden wir vorgeführt. Marina Tulin, ELM
Sphahlo (Townshipburger) essen - Weil es etwas war, was ich häufig mit meinen Freunden unternommen habe und was mich mit den Menschen dort verbunden hat. Außerdem hat man auf dem Weg dahin immer viele Gespräche mit den „locals“ gehabt. Wienke Thömen, ELM
Sprachen - Wenigstens die Begrüßungsformel in der traditionellen Sprache zu können, öffnet Türen. Durch / über Sprachen erfährt man viel über die Kultur des Anderen. Marlene Reinsch, ELM
Toleranz - Miteinander umgehen / Vorurteile abbauen / Verständnis oder ganz einfach Toleranz für alles (!) andere, war für mich in diesem Jahr sehr wichtig. Marike Deitschun, ELM
Uganda eine andere Welt - Am Anfang meiner Zeit war es in Uganda wie in einer anderen Welt, für mich. Nach und nach habe ich festgestellt, dass die Welten gar nicht so verschieden sind, dass die andere Welt ein zu Hause für mich wurde. Marcel Mess, DRK KV Münster
UP NEPA! - Bedeutet so viel wie „Es ist Strom da!“ und wird vor allem von Kindern gerufen, sobald die nigerianische Stromgesellschaft NEPA den Strom einschaltet. Böse Zungen behaupten, die Abkürzung stehe für "Never Expect Power Again". Yannick Diehl, Experiment e.V.
Vertrauen - Ich musste mir selbst VERTRAUEN und auf mein Inneres hören um mich in der neuen Umgebung einzuleben. Ich vertraute anderen Leuten um sozialen Halt zu finden. Interkulturelles Vertrauen? Michael Kettel, DRK LV Rheinland-Pfalz
Wärme - Die Wärme und Herzlichkeit einiger Menschen aus meinem Einsatzgebiet hat es mir möglich gemacht, mich dort sofort zuhause zu fühlen. Annika Mehrkens, ELM
Weon! - Chilenischer Begriff für „Kumpel“ oder „Alter“. Jan-Hendrik Heuer, ELM
Wirklichkeit - Der Begriff hat mich beschäftigt, weil ich jeden Tag vor Augen hatte, dass meine Realität so weit weg von der Realität meiner Familie, Freunde, Kollegen und Patienten war. Mit der Zeit wurde aber ihre Wirklichkeit auch zu meiner, ich habe sie nicht nur gesehen, sondern auch erlebt und gelebt und erkannt, dass es so viele Realitäten wie Menschen gibt. Damit ist aber auch meine alte Wirklichkeit oder vielleicht auch Weltsicht oder Lebensweise in den Hintergrund gerückt. Heute verbinden sich für mich zwei Wirklichkeiten. (Tabea Ruf, Experiment e.V.)
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Zu Hause - Es ist toll in der Ferne ein zu Hause aufzubauen, ein neues Leben aufzubauen. Katrin Buchner, DRK KV Münster
Zulu-Essen - Oft wurden wir zum Essen eingeladen, so habe ich einen ganz direkten Einblick in die Kultur bekommen, sehr viel gesehen und gehört und habe alles probiert, wenn es auch manchmal Überwindung gekostet hat. Johanna Grossmann, ELM
Zweites Heimatland - Nepal ist durch eine zweite Mutti, drei Geschwister und viele Freunde zu meiner zweiten Heimat geworden! Julia Schrimski, DRK LV Rheinland-Pfalz